Home   Was ist ot ?   Regeln   Mitglieder   Maintainer   Impressum   FAQ/Hilfe   Browser
 

Apokalyptisches Requiem
E-Mail:
Passw.:
 english italiano
Maintainer: Olaf Boerger, Version 1, 23.02.2005  Druckversion
Projekt-Typ: halboffen Tipp: Wer eingeloggt ist, kann
eigene Kommentare korrigieren.
Einloggen können sich Mitglieder
Status: Aktiv

Bye, bye I

[Alle Kommentare ausblenden] (1) Welch wunderschönes, apokalyptisches Requiem (FTD, 01.02.2005): “Viel Geld, hohe Risiken, wenig Substanz“ – wie im Projekt `Großbritannien` schon erwähnt, beginnt nun auch die “sekundäre Mini-Blase“ an den Aktienmärkten zu kollabieren. Bloß, dass es diesmal die so genannten “Standardwerte“ – und somit die für die soziale Reproduktion unabdingbare “Alltagsproduktion“ treffen wird, nachdem in 2000 “nur“ die “High-Tech-Spekulation“ kollabiert war. Und ebenso wunderschön gibt der FTD-Artikel wieder (natürlich nur total begriffslos), was ebenfalls im Projekt `Großbritannien` nachzulesen ist: „Wie gehabt, muss mensch das alles erst mal richtig sortieren (einen HB-Artikel im Zusammenhang mit der kollabierenden Immobilien-Blase): Zunächst ist da erst mal die Tatsache, dass das Geld eben nicht mehr in Erweiterungsinvestitionen der realen Warenproduktion fließt, sondern generell nur noch spekulativ angelegt wird (wenn derzeit in real warenproduzierende Unternehmen investiert wird, so sind diese Investitionen reine Rationalisierungsinvestitionen, d.h. sie speien noch mehr Menschen aus dem Produktionsprozess aus – siehe auch die diversen anderen Projekte, z.B. `USA`). Das jedoch beruht nicht auf einer “Zockermentalität“, sondern ist auf den simplen Sachverhalt zurückzuführen, dass Erweiterungsinvestitionen auf dem erreichten Produktivitätsniveau schlichtweg reine “Geldverbrennung“ darstellen würden, da die zusätzlich produzierten “Waren“ einfach nicht mehr “gewinnbringend“, ja sogar eben nur noch mit Verlust “verkauft“ werden könnten, d.h. es würde mehr Geld reingepumpt als rauszuholen wäre (de facto ist das in der DRITTEN INDUSTRIELLEN REVOLUTION generell der Fall: Es gibt nur noch “NEGATIVE WERTSCHÖPFUNG“). (Ein schönes Beispiel, wie real dieser Wahnsinn ist, ist die Autoindustrie: Derzeit stehen nämlich nur in Europa schon mehr als sieben Millionen Neuwagen auf Halde – deshalb werden im Saldo derzeit mehr und mehr Autofabriken dichtgemacht (was den Zusammenbruch der simulierten Kaufkraft noch weiter beschleunigen wird) bzw. die Hersteller bankrottieren (so z.B. die de facto bankrotten Konzerne Fiat; Rover und Ford, aber natürlich sind auch die vermeintlichen “Gewinner“ wie BMW, Daimler-Chrysler, VW usw. hoffnungslos verschuldet – siehe auch Projekte `USA`, `Euroland`, `Deutschland` und `Japan`)) Also wandert das simulierte Geld in “Anlagen“, die “gewinnversprechender“ erscheinen – seien es “Aktien“, “Anleihen“ oder eben “Immobilien“. Doch wie mensch weiß, trügt der Schein nur allzu oft – denn dadurch wird nichts als ein künstliches “Nachfragespielchen“ gespielt, was letzten Endes jedoch auch nichts anderes als “cash-burning“ darstellt (beides zusammengenommen, also die Unmöglichkeit weiterer “Realinvestitionen“, aber auch die Unmöglichkeit weiterer “spekulativer Gewinne“, belegt nur eins: die “Akkumulationsunfähigkeit des Kapitals“ (R. Kurz) oder wie Marx es ausdrückte: „Die wahre Schranke des Kapitals ist das Kapital selbst.“ – oder noch kürzer: Es hat sich aus-gebeutet !!!).“

Bye, bye II

[Alle Kommentare ausblenden] (2) Und so verwundert es kaum, wenn es allein schon in der Überschrift des FTD-Artikels dann weiter heißt: “An den Finanzmärkten grassiert wieder die Angst vor einer Spekulationsblase. Anlegern drohen nach 2000 erneut herbe Verluste.“ – Und dann geht`s erst mal richtig los: „An den Finanzmärkten wird es eng. Es sind nicht mehr nur Banken, Fonds und Vermögensverwalter, die auf Renditejagd gehen, auch klassische Industrieunternehmen haben sich dort breit gemacht. „Mittlerweile fallen fast 50 Prozent aller Unternehmensgewinne in den USA (natürlich ist das “global“ so) im Finanzsektor an. - (““Sektor“-Blah, Blah“ - die typische “partielle Wahrnehmung“ begriffsloser Idioten, denn es gilt – wie selbst schon Ricardo (Grundsätze der pol. Ökon., 1817, 3. Aufl. 1921, S. 267) feststellte: „In der Form von Geld ... produziert das Kapital keinen Profit.“ (Zitat aus: Karl Marx, `Das Kapital`, Bd. I)) – „In den 50er Jahren lag die Quote noch bei 20 Prozent“, warnte unlängst das US-Anlegermagazin “Barrons“. – Konkret heißt das: Viele Unternehmen verdienen ihr Geld immer seltener mit Waschmaschinen, Computern oder Autos, sondern immer häufiger mit Wertpapieren: Aktien, Anleihen, derivativen Finanzprodukten. „Früher steckten institutionelle Investoren überschüssiges Geld in physische, real fassbare Assets wie Rohstoffe oder Grund und Boden, jetzt fließt es in Wertpapiere“ (ja, warum denn nur ????? – siehe auch: Robert Kurz, `Die Himmelfahrt des Geldes`, Kapitel VIII), sagt Anthony Deden, Finanzberater der Schweizer Fondsgesellschaft Sage Capital.“

Bye, bye III

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Was also dem elenden Häufchen namens “Menschheit“ demnächst dann widerfahren wird (wenn diese sich nicht zum einzig wahren Weltfaschismus bekehren will), folgt im direkten Anschluss: „Die Wucht der Geldschwemme trifft die Finanzmärkte ins Mark, und es besteht die Gefahr, dass Privatanleger nach 2000 erneut viel Geld verlieren werden. Wie ein Bungeeseil könnte der angespannte Markt zurückschnappen, schließlich werfen selbst Unternehmensanleihen mit schlechter Bonität (so genannte “Junk-Bonds“ – zu deutsch: “Ramsch-Anleihen“ – wie z.B. die des Ford-Konzerns) kaum noch Rendite ab (ja, wo is` er denn nur hin – der tolle “Zins“ ???????), so hoch sind die Kurse gestiegen. Hedge-Fonds beispielsweise gehen verstärkt in wenig liquide Märkte (die so genannten “Emerging Markets“, in den Elendsregionen dieser “besten aller möglichen Welten“) und erhöhen damit ihre Risiken und die ihrer Anleger.“ – Und jetzt kommt`s mal wieder knüppeldick: „Wie die Bank of England in ihrer jüngsten “Financial Stability Rewiev“ schreibt, droht eine Destabilisierung des globalen Finanzsystems. Viele Risiken auf den Märkten seien unterpreist, die Wertpapierpreise hingegen inflationär: Ihnen stehe kein realer Gegenwert mehr gegenüber.“ (die gute alte – schon oben erwähnte – “ASSET INFLATION“ – doch natürlich ist das Statement der Bank of England nichts als scheinheiliges Geschwätz, da sämtliche führende Notenbanken diese Geldschwemme durch ungehemmte Vergabe “billigen Kreditgeldes“ an Banken bzw. Unternehmen, also eine gigantische Aufblähung der Geldmenge, selbst initiiert haben, wie eine dem Artikel beigefügte Grafik belegt – siehe auch Projekt `Großbritannien`). „Das Gespenst einer Spekulationsblase geht wieder um. Real- und Finanzwirtschaft haben sich entkoppelt.“ (siehe auch: `Die Himmelfahrt des Geldes`, Kapitel I) – Wie begriffslos diesbezüglich die Finanzidioten, äh, Finanzexperten wirklich sind, zeigt anschließendes Statement eines eben solchen “Finanzexperten“ namens Stephan Schulmeister (wohl so etwas wie “Nomen est Omen“), “Finanzexperte“ am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung: „Die Liberalisierung der Finanzmärkte führte dazu, dass sich das Gewinnstreben von der Realwirtschaft zur Finanzwirtschaft verlagerte.“ – Welch ein Schwachsinn, denn eigentlich muss es heißen: Da selbst schon in den 70er Jahren, die konkurrenzvermittelte Produktivität derart hochgeschraubt war, so dass sich Erweiterungsinvestitionen in die “reale Wirtschaft“ schon damals nicht mehr “rentierten“, wurden die Finanzmärkte dereguliert, um somit der “Akkumulationssimulation“ Tür und Tor zu öffnen, also einer gigantischen “Reichrechnerei“ – einer nie da gewesenen “globalen Bilanzfälschung“, die schon in Kürze ultimativ auffliegen wird – DAS TIER FÄHRT IN DEN ABGRUND – UND DAMIT SEINE JÜNGER: DIE MENSCHHEIT (wie gesagt – wenn diese sich nicht zum einzig wahren Weltfaschismus bekehren will).

Bye, bye IV

[Alle Kommentare ausblenden] (4) Wie schon im Projekt `Großbritannien` festgestellt: JETZT BRICHT ZUSAMMEN, WAS ZUSAMMEN GEHÖRT - DENN: WENN v (lies: "klein Vau" - also das "Variable Kapital")GEGEN NULL TENDIERT, WIRD NUR NOCH KREPIERT !!! - FÜR UNSERE TOLLEN "AKADEMIKER" HIER DAS GANZE MATHEMATISCH: WENN EIN FAKTOR EINES PRODUKTS GEGEN NULL TENDIERT, TENDIERT DAS PRODUKT ENTSPRECHEND GEGEN NULL - ALSO AUF INS NICHTS !!!




Quelle: http://www.opentheory.org/akku_ade/text.phtml
(Last Software Update: 23.02.2005, 19:03)