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| Maintainer: Bla Bla, Version 1, 05.07.2004 |
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| Projekt-Typ: | |
| Status: Final |
(1) Wenn einer sich bewusst fragt
"Was ist Leben?", in der ersten Phase kommt
aus dem Unterbewusstsein sein eigenes individuelles
Leben als Antwort.
In der nächsten Phase jedoch kommt aus den tieferen
Ebenen des Unterbewusstseins weitere Information,
die man nicht mehr bewusst wahrnehmen kann,
die jedoch einem die Grenzen seines individuellen Lebens
- Geburt und Tod - bewusst macht und dazu bringt zu fühlen,
dass es ein größeres Leben - über die Geburt und Tod hinaus
- geben muss.
Ein Leben, das allen Menschen (Individuen),
allen Generationen und allen Lebewesen und allen
deren Generationen eigen ist.
Diese Information ist der Archetyp "Leben".
Dieser Archetyp manifestierte sich in allen Religionen,
Philosophien und zuletzt in der Wissenschaft.
In der Wissenschaft wurde der Archetyp "Leben"
als Evolutionsbaum manifestiert,
im Symbol des Judaismus - im Form eines
siebenarmigen Kerzenleuchters, der jedoch für ein
Stammbaum steht, im Christentum als Kreuz,
deren Form eine Ähnlichkeit mit einem Baum aufweist
und im Islam ist es lediglich in Form der Heiligkeit
der grünen Farbe - der Farbe eines Baums - geblieben.
In der ersten Phase der Entwicklung der Religionen
(Judaistische Phase) wurde der Begriff "Leben"
auf das eigene individuelle Leben und der Begriff
"Nichtleben" - ursprünglich Archetyp "Nichtleben"
- auf den Zustand vor und nach dem individuellen Leben
degradiert.
Im Laufe der weiteren Entwicklung der Religionen
wurde jedoch der Begriff "Nichtleben" auf den
Archetyp "Leben" erweitert (zweite
- Buddhistisch-Hinduistische Phase).
Buddhismus/Hinduismus (B./H.) vertritt die Idee,
dass die beiden Zustände - vor und nach dem Leben
- zwei Formen eines und denselben Zustands
des "Nichtlebens" sind und dem Zustand des Lebens
ähneln (Reinkarnation).
B./H. steht für das ewige Leben, das durch Tod
und gleichzeitiges Geburt nur regelmäßig unterbrochen wird
- der Begriff "Nichtleben" (so wie der Begriff "Leben")
wird dabei dem Archetyp "Leben" zugeordnet.
Archäologische Funde der prähistorischen Kunst
weisen jedoch auch auf die (symbolisch ausgedrückte)
Furcht vor der Leere oder dem Archetyp "Nichtleben".
Judaismus (J.) vertritt zwar ebenfalls die Idee,
dass diese beiden Zustände - vor und nach dem Leben
- zwei Formen eines und denselben Zustands
des "Nichtlebens" sind, in Vergleich zu dem Leben
stellen sie jedoch ein "Nichtleben" dar (da man
erfahrungsgemäß weiß, dass es gar nichts vor
seinem Leben gab).
J. steht für das ewige Nichts, das durch das Leben
einmalig unterbrochen wird - der Begriff "Nichtleben"
wird dabei dem Archetyp "Nichtleben" (jedoch der Begriff
"Leben" dem Archetyp "Leben") zugeordnet.
Die Christentum und Islam, (C./I.), die sich aus dem J.
entwickelt haben - unterscheiden sich von B./H. und J.
in dem sie das Zustand des "Nichtlebens" vor dem Leben
und das Zustand des "Nichtlebens" nach dem Leben
von einander differenzieren.
Das "Nichtleben" vor dem Leben wurde von dem J.
zwar übernommen (das vergangene Nichts),
das "Nichtleben" nach dem Leben kann jedoch sowohl
Nichts (Hölle) als auch wie bei B./H. dem Leben ähnlich
und ewig (Paradies) sein.
Da in diesem Fall der Begriff "Nichtleben" gleichzeitig
beiden Archetypen "Leben"/"Nichtleben" zugeordnet wird,
handelt es sich dabei um einen Übergang zwischen
der Judaistichen und Buddhistisch-Hinduistischen Phase.
Die Zuordnung des Begriffs "Nichtleben"
dem Archetyp "Nichtleben" in der Judaistischen Phase
wurde durch ein zusätzliches Archetyp beeinflusst
- der "Mensch".
J. in Gegenteil zu dem B./H. hat den Archetyp "Mensch"
durch ein zusätzliches Bestandteil von dem Archetyp "Tier"
getrennt, wodurch es zu der Polarität "Mensch"/"Tier" kam.
Dem J. zufolge hatte der Mensch ursprünglich
wie bei dem B./H. auch ein ewiges Leben und nach
der Erkenntnis (von Gut und Böse), die zu einem
Bestandteil des Menschen geworden ist, hat dieses
ewige Leben verloren.
Das Bestandteil, das den Menschen von Tier getrennt
hat, ist das Bewusstsein, das dem Menschen erkennen
ließ, was gut/böse ist - mittels Entscheidungsheuristiken,
die in der Bewertung der positiven und negativen
Aspekten der Wahlalternativen bestehen.
Da Tiere auch sterben, dem J. zufolge jedoch
immer noch ein ewiges Leben haben, kann es sich
nur um das Sterben eines menschlichen Individuums
und um das ewige Leben der gesamten Spezies aller
anderen Tiere handeln.
An dieser Stelle wird es offensichtlich, dass der J.
auf dem Archetyp "Mensch" als ein Individuum
(ein Bewusstsein) basiert.
Der Mensch weiß, dass das "Nichtleben" ein ewiges
Nichts ist (und er als ein Bewusstsein sterben wird),
unbewusst spürt jedoch, dass er ewig lebt, was von J.
ignoriert wird.
B./H. betrachtet den Menschen wiederum als
eine Spezies (mit kollektiven Unterbewusstsein),
die ewig lebt und deren Individuen (also auch
Bewusstsein) ignoriert.
Dass der Archetyp "Mensch" in B./H. keine Polarität
zu dem Archetyp "Tier" bildet, wird zusätzlich dadurch
bestätigt, dass in Folge der Reinkarnation ein Mensch
auch als ein Tier wiedergeboren werden kann.
Aus all diesen Religionen mit der Ausnahme von
dem J. geht hervor, dass das Leben eine Wirkung
auf das zukünftige ewige Leben also das Leben
der Spezies haben kann.
Das liegt daran, dass das biologische Ziel des Lebens
eines Individuums die Vermehrung darstellt,
was in den J. und C./I. von Gott gleich nach der
Erschaffung aller Lebewesen auch so formuliert wurde.
Wenn ein Individuum als eine einzigartige
Kombination der Erbanlagen aus den früheren
Generationen, ein Ergebnis aus dem "Nichtleben"
vor dem Leben ist, dann wird er bei seiner Vermehrung
durch Paarung zu der Hälfte in das "Nichtleben"
nach dem Leben (in die nächste Generation) übergehen.
Bei Nichtvermehrung geht so eine Kombination
der Erbanlagen verloren.
B./H. beschreibt eine Reinkarnation in höhere
oder niedrigere Existenzebenen, was dadurch erklärt
werden kann, dass bei keinem eigenen Nachkommen
ein Individuum durch die Nachkommen seiner Geschwister
(die quasi dieselbe Kombination seiner Erbanlagen
darstellen, da von denselben Eltern) "wiedergeboren" wird.
Falls es keine Geschwister vorhanden waren,
wird dieses Individuum durch das Nachkommen
seiner Grosseltern "wiedergeboren", jedoch diesmal
zu einem Viertel, da ein (Quasi-)Elternteil bleibt,
das andere jedoch fehlt, usw. (niedrigere Existenzebenen).
Diese Tendenzen werden aber auch im J. sichtbar,
wenn man die in Talmud erwähnten Kinderpflicht
und familiäre/ethnische Verehrung berücksichtigt.
Die Ausnahme des Christus, der kein eigenes
Nachkommen hatte, kann durch die Angst von
Nachkommenslosen von der Wiedergeburt in eine
niedrigere Existenzebene und seine gegen diese Angst
gerichtete Botschaft an eigenem Beispiel erklärt werden.
Seine Botschaft perfektioniert die Buddhistisch/
Hinduistische Idee, da sie bedeutet, dass es relativ
kleine genetische Unterschiede zwischen den Individuen
und/oder den Existenzebenen gibt (biologische Altruismus).
Als die Übergangslösung von der Judaistischen
in die Buddhistisch-Hinduistische Phase, hat die
Botschaft den folgenden Sinn - dem Individuum
(Bewusstsein) und nicht der menschlichen Spezies
(und ihrer kollektiven Unterbewusstsein) wurde
das ewige Leben genommen und der Weg zum
Baum des Lebens im Paradies gesperrt.
Sobald man anfängt an diese Botschaft zu glauben
- d.h. der Archetyp "Leben" einem Individuum bewusst wird
- bekommt er wieder das ewige Leben
und kommt zurück ins Paradies - zu dem Baum des Lebens.
Wissenschaft entwickelte sich unabhängig
von Religionen, wird jedoch unbewusst als
eine Religion wahrgenommen.
Als eine Religion befindet sie sich noch in
der Judaistischen Phase, da Wissenschaftler
(sogar Psychologen) keinen Wert darauf legen,
für die Menschheit den Archetyp "Leben" bewusst
zu machen.
(1.1) Re: Archetyp "Leben", 05.07.2004, 20:50, Artur Jakob: Siehe http://www.archetyp-religion.de.vu