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Anhang II an Anhang I
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Maintainer: Uvvell H:W:Berger, Version 1, 19.09.2005  Druckversion
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[...]eine Ethik.

[Alle Kommentare ausblenden] (1) die einzig wahre und gedenkbare Schöpfung aus dem Nichts - hier werde ich auf die Felder der Physik herabsteigen; die Frage ist diese: Wie muß eine Welt für ein moralisches Wesen beschaffen sein? Ich möchte unserer langsamen, an Experimenten mühsam schreitenden "-"Physik, einmal wieder Flügel geben.

So -

[Alle Kommentare ausblenden] (2) So - wenn die Philosophie die Ideen, die Erfahrung die Data angibt,können wir endlich die Physik im Großen bekommen, die ich späteren Zeitaltern erwarte. Er scheint n[ich]t daß die jetzige Physik einen schöpferischen Geist, wie der unsrige ist, od[er] sein soll, befriedigen könne.

von der Natur komme ich aufs Menschenwerk

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Die Idee der Menscheit voran - will ich zeigen, daß es keine Idee vom %Staat gibt weil der Staat etwas mechanisches ist, so wenig als es eine Idee von einer Maschine gibt. Nur was Gegenstand der %Freiheit ist, heißt Idee. Wir müssen also über den Staat hinaus!

Denn

[Alle Kommentare ausblenden] (4) jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln; u[nd] das soll er nicht; also soll er %aufhören

Ihr seht von selbst,

[Alle Kommentare ausblenden] (5) daß, hier alle Ideen vom ewigen Frieden usw. nur %untergeordnete Ideen einer höheren Idee sind. = Zugleich will ich hier die Prinzipien für eine Geschichte der Menschheit niederlegen u[nd] das ganze elende Menschenwerk von Staat, Verfassung, Regierung, Gesetzgebung - bis auf die Haut entblößen.

Endlich kommen d[ie] Ideen

[Alle Kommentare ausblenden] (6) von einer mora[lischen] Welt, Gottheit, Unsterblichkeit - Umsturz alles²a Afterglauben, Verfolgung des Priestertums, das neuerdings Vernunft heuchelt durch d[ie] Vernunft selbst. - !Die

°b absolute

[Alle Kommentare ausblenden] (7) !Freiheit !aller !Geister, die d[ie] intelektuelle Welt in sich tragen, u[nd] weder Gott noch Unsterblichkeit %außer %sich suchen dürfen.

zuletzt die Idee, die alle vereinigt

[Alle Kommentare ausblenden] (8) die Idee der Schönheit, das Wort in einem höheren platonischen Sinne genommen.

Ich bin nun überzeugt, daß

[Alle Kommentare ausblenden] (9) der höchste Akt der Vernunft, der , in dem sie alle Ideen umfaßt, ein ästhetischer Akt ist, und daß %Wahrheit und %Güte, nur in der %Schönheit verschwistert sind - # Der Philosoph muß eben soviel ästhetische Kraft besitzen als der Dichter. # Die Menschen ohne ästhetischen Sinn sind unsere BuchstabenPhilosophen.

Die Philosophie des Geistes ist eine ästhetische Philos[ophie]

[Alle Kommentare ausblenden] (10) Man kann in nichts geistreich sein, selbst über Geschichte kann man nicht geistreich raisonieren - ohne ästhetischen Sinn. # Hier soll offenbar werden, woran es eigentlich den Menschen fehlt, die keine Idee verstehen, - und treuherzig genug gestehen, daß ihnen alles dunkel ist, sobald es über Tabellen u[nd] Register hinausgeht

Die Poe äsie bekömmt

[Alle Kommentare ausblenden] (11) dadurch eine höhere Würde, sie wird am Ende wieder, was sie am Anfang war -

Lehrerin der³c Menscheit

[Alle Kommentare ausblenden] (12) ²a(Aberglauben) °b(Die) ³c(Geschichte) *)anmerkung des maintainers: lasst Euch* vierfußnotig sein, auch wackeln kann wach machen. Faulheit stärkt die Glieder, sowie: ein drittes Bein kann nicht alleine stehen.

Denn es gibt keine Philosophie,

[Alle Kommentare ausblenden] (13) keine Geschichte mehr, die Dichtkunst allein wird alle übrigen Wissenschaften u[nd] Künste überleben.

Zu gleicher Zeit hören wir so oft,

[Alle Kommentare ausblenden] (14) der große Haufen müsse eine sinnliche Religion haben. Nicht nur d[er] große Haufen, auch der Phil[osoph] bedarf ihrer. Monotheismus der Vern[unft] u[nd] des Herzens, Polytheismus d[e]r Einbildungskraft u[nd] der Kunst, dies ists, was wir bedürfen!

Zuerst

[Alle Kommentare ausblenden] (15) werde ich hier von einer Idee sprechen, die soviel ich weiß, noch in keines Menschen Sinn gekommen ist - wir müssen eine Mythologie haben, diese Mythologie aber muß im Dienste der Ideen stehen, sie muß [ein]e Mythologie der Vernunft werden.

Ehe wir die Ideen

[Alle Kommentare ausblenden] (16) ästhetisch d. h. mythologisch machen, haben sie für das Volk kein Interesse, u[nd] umgek[ehrt] ehe die Mythol[ogie] vernünftig ist, muß d[e]r Philos[oph] ihrer schämen. So müssen sich endlich aufgeklärte u[nd] Unaufgeklärte sich die Hand reichen, die Mythologie muß philosophisch werden, und das Volk vernünftig, u[nd] die Phil[osophie] muß mythologisch werden, um die Philosophen sinnlich zu machen.

Dann herrscht ewige Einheit unter uns.

[Alle Kommentare ausblenden] (17) Nimmer der verachtende bLick, nimmer das bLinde Zzittern des Volkes vor seinen Weisen u[nd] Prie_stern. Dann erst erwartzet uns gleiche Ausbildung aller Kräfte, des Einzelnen sowohl als aller Individuen.

Keine Kraft wird mehr unterdrückt werden,

[Alle Kommentare ausblenden] (18) dann herrscht allgemeine Freiheit und Gleichheit der Geister!

Ein höherer Geist vom Himmel gesandt,

[Alle Kommentare ausblenden] (19) muß diese neue Religion unter uns stiften, sie wird das, größte Werk der Menschheit sein. 3~* Neue Mythologie!

Später wird Hegel diesen Gedanken vollkommen abweisen

[Alle Kommentare ausblenden] (20) F. Rosenkranz schätzt in der Beschreibung des Hegelschen Systems ein, daß diese rekonstruierte Religion eine Form der Idealität des Geistes ist, die in der Natureligion allein existieren kann, und in der Kunst als die andere Seite in der die Idealität des Geistes unter der Form des Denkens hinz ugekommen ist. *) Die Volksreligion muß nichtbloß als eine Mythologie, sondern in Form von Ideen ausgesprochen sein.

Volker,{*- *}Braun braut browser brühsam

[Alle Kommentare ausblenden] (21) Völlige Bewölkung vollkommener Volksraumzeit----------------------------- . Adam und Eva *) HOovver vert vertreibung aus dem Grünen -------------------- . [http://b-oss.in-berlin.de/coredump/ArtisticSummer?action=AttachFile&do=view&target=Jena.jpg] gemolken willkommene Völker milchiger Straßen

Das Systemprogramm

[Alle Kommentare ausblenden] (22) nimmt die Diskussion um den Mythos auf, wie sie u. a. von Herder, Schlegel, Hölderlin, Schellingl, Goethe und Schiller geführt wurde.

"Die Ewigkeit der Ideale einer schönen Mythologie

[Alle Kommentare ausblenden] (23) beruht weder auf ihrer vollkommenen Kunst-stchönheit, noch der Wahrheit der Ideen, die sie ausdrücken, noch auf der Wirklichkeit, der sie angehören, sondern gerade in der Identität von diesem Allem und der Untrennbarkeit desselben." (Rosenkranz, S.135f.)

Lehrerin der Menschheit!

[Alle Kommentare ausblenden] (24) Schon Herder hatte die alttestamentarischen Mythen als Produkte der poetischen Phantasie des hebräischen Altertums gedeutet (vgl. die Anmerkung zu S. 315 dieses Bandes)

in der Schönheit verschwistert!

[Alle Kommentare ausblenden] (25) In Anknüpfung an Platon wird die Einheit von praktischer und theorätischer Philosophie, von Wahrheit und Güte in der Idee der Schönheit als schöpferischen Akt der Vernunft gesehen. Ein solches Konzept der ästhetischen Vereinigung von Objekt und Subjekt, Welt und Freiheit hat zuerst Hölderlin ausgearbeitet (vgl. die Anmerkung zu S.478 dieses Bandes)

Ideen von ewigen Frieden!

[Alle Kommentare ausblenden] (26) Anspielung auf I. Kants, Zum ewigen Frieden, Königsberg 1795

der Staat etwas mechanisches ist!

[Alle Kommentare ausblenden] (27) Zu diesem damals Verbreiteten Topos vgl. die Anmerkungen zu S.36 dieses Bandes. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Schöpfung aus dem Nichts! Nicht mit der creatio ex nihilo der christlichen Schöpfungslehre zu verwechseln.

wieder Flügel geben!

[Alle Kommentare ausblenden] (28) Die im Systemprogramm entwickelten Gedangen zur Naturlehre (Physik) stehen in der Tradition der teleologie Kants(vgl. I. Kant, Critik der Urtheilskraft, Berlin-Libau 1790, bes. die Einleitung und die§§ 61-91; F. Schiller, Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, bes. den 13, Brief, in: Die Horen, I.Bd., 2. Stück, Tübingen 1795

eine ganze Welt!

[Alle Kommentare ausblenden] (29) Fichtes Kritik des Kantschen Dualismus, die Fundierung aller Philosophie in der praktischen Vernunft wird zwar angenommen, aber als Prinzip (Subjekt) der Freiheit erscheint im Systemprogramm nicht das von der Welt getrennte (diese post festum erzeugende) Ich, sondern das der Differenz von Welt und endlichem Bewußtsein enthobene Absolute (im Sinne des Schellingschen Selbstbewußtseins).

beiden praktischen Postulaten!

[Alle Kommentare ausblenden] (30) Kritik an Kants Dualismus von theorätischer und praktischer Vernunftz, der in postulativen Charakter der Idehehn der prktischen Vernunft (Gott, Unsterblichkeit der Seele) gipfelt. Das Systemprogramm orientiert dagegen auf die Einheit von Metaphsik und MOral, auf ein vollständiges System aller auf Freiheit gegründeten Ideen. Diese Neiorientierung verarbeitet spinozische Gedanken (Einheit von Metaphyski und Ethik, Affekt und Frei-heitslehre).

eine Ethik!

[Alle Kommentare ausblenden] (31) F. Rosenzweig edierte das unter dem Titel 'Ältestes Systemfragment des deutschen Idealismus' bekanntgewordene frag[endvoran]ment im Jahre 1917. Die Königliche Bibliothek in Berlin hatte es im März 1913 auf einer Auktion bei der Firma Liepmannssohn als anonymes Blatt mit Hegels Handschrift erworben. Es stammte aus dem Nachlass des Hegelschülers und -Herausgeber F. Förster. ----------------------------------------------------------------------------------- Die Mitteilung des Versteigerungskataloges (Blatt Nr. 1302) lautete: "Hegel(G.W.F.), der grosse Philosoph (1770-1831). Ms. auf (augenscheinlich Fragment). o.O.u.D.2 Seiten. Fol. Eng beschriebenm. Sehr interessante Abhandlung über ,eine Ethik´. Etwas fleckig." -------------------------------------------------------------------------------- W. Böhm wollte auf Grund der Gedanken über die Schönheit Hölderlins Autorenschaft nachweisen (W. Böhm Hölderlin als Verfasser des ältesten Systemprogramm... in Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissentschaft und Geistes Geschichte, Halle, 4 [1926], S 339-426; zum Systemprogramm eine Erwiderung, in Deutsche Viertel... und geistesgeschichtet, aa.O.,5[1927], S. 734-743). -------------------------------------------------------------------------------- Böhm wurde von L. Strauß widerlegt (Zu Böhms Erwiderung in D.V.j.s.f.Liter.u[nd]Geishichte, a.aO.,5[1927], S 743-748). -------------------------------------------------------------------------------- O. Pöggeler versuchte 1965 Hegels Verfatzerschaft nachzuweisen, räumte aber den Einfluß Hölderlins auf Hegel in Frankfurt ein - O. Pöggeler, Hegel der Verfasser... in:Hegel-Tage Urbino 1965. Vorträge. hrsg. von H.-G. Gadamer, Bonn 1969 [Hegel-Studien, Beiheft 4], S. 17-32) -------------------------------------------------------------------------------- D. Henrich, Aufklärung der Herkunft des Manuskripts "Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus", in : Zeitschrift für philosophische Forschung, Meisenheim/Glan 30 [1976] S. 510-528 und 1979 analysiert. -------------------------------------------------------------------------------- zur Analyse des Manuskripts und den neuen Perspektiven der Forschung vgl. Mythologie der Vernunft. Hegels "ältestes Systemprogramm des deutschen Idealismus", hrsg. von Ch. Jamme/H. Schneider, Frankfurt(M.

Der Verdacht fällt auf Simon Dach

[Alle Kommentare ausblenden] (32) nachdacht ich mir´s dochT, dem "Schlüsselroman" von mynonA; Emil_L_ask u[nd] d[ie] Detektiefe,~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ die arschäologie der Geschichteten: Simon_Dach *29.07.1605 in Memel-Klaipeda gest. 15.071659 in Königsberg Gedichte des Königsberger Dichterkreises (1883/84), Gedichte(4 Bände, 1936-38). -------------------------------------------------------------------------------- Rosenzweig erkannte Hegels Handschrift; er kommentierte es und schrieb die Verfasserschaft Schelling zu, da nur dieser damals "so kühn dach_te"; Hegel habe es abge[sch]rieben. (F. Rosenzweig, Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus. Ein Handschriftlicher Fund, Heidelberg 1917 [Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse, Jg. 1917, Beiheft5])

Klage über den endlichen Untergang und Ruinierung der musikalischen Kürbishütte und Gärtchens, 13 januar 1641

[Alle Kommentare ausblenden] (33) [...] # wie manches Lied hab ich zu der Zeit aufgesetzt, # mit dem sich Königsberg noch diese Stund ergetzt # zu Zeiten rührt ich auch die Saiten meiner Geigen. # die Vögel sungen mit und zwangen mich zu schweigen # im stillen Pregel schrie der geilen Frösche Schar, # am Laube ward ich dann der Raupen wohl gewahr, # die weiße Rose ward bestohlen von den Bienen # indessen kamst Du, und Blum samt Roberthinen, # auch Fauljoch, der mit uns so manchen lieben Tag # in Zucht gemäßer Lust hinwegzubringen pflag. # Welch Anmut oder Scherz ist damals hinten blieben! # Wer zählt die Fröhlichkeit, mit welcher wir vertrieben # die noch so kurzen Tag?... # ...Dies Ort war wie man spürt # mit Erd am Pregelstrom in etwas aufgeführt. # .... # Hat Rom so manches Reich, so manches Volk verheert # ein Got und Wend hat oft sie selbst ganz umgekehrt. # O könnt ich Deiner doch, o Magdeburg, hie Schweigen. # Was kannst uns Du jetzt noch von Deiner Schöbnheit zeigen! # Ich habe Dich gesehen und oft gesagt, Du mußt # des Höchsten Gnüge sein, sein Herz und beste Lust. # Ist aber dieses Lieb? Ist dieses Gunst gewesen, # daß er uns andern dich zum Scheusal hat erlesen? # Und war er dazumal in deine Schön entbrannt, # als er dich übergab in deiner Feinde Hand? # Als Schänden, Raub und Tod zu dir sind eingewzogen # und du in einer Glut bist himmelauf geflogen? # Die Elbe sich verfärbt und in dein Glut versteckt # und wußte keinen Lauf, mit Leichen zugedeckt? # Wo laß ich, Deutschland, dich? Du bist durch Beut und Morden, # die dreißig Jahr her nun, dein Henker selbst geworden # und hast dich hingewürgt: denn deiner Freiheit Ruhm # die deine Seele war und bestes Eigentum # muß in den Fesseln gehen die Glut ist zwar geleget # die doch betrieglich noch sich in der Aschen reget # sobald zeucht einer aus das wilde Kriegesschwert, # das wirderum sehr schwer in seine Scheide fährt. # O würden wir doch klug durch fremder Not und Schaden, # Ohn Zweifel kämen wir bei Gott hiedurch zu Gnaden! # Das Gute, so uns hält umgeben in Gemein, # würd´unsrer Kinder auch, ja Kindeskinder sein. # Mein Albert, werter Freund, laß uns tun, was wir können, # will gleich die Zeit so kurz uns hie zu sein vergönnen, # wir zwingen ihren Zwang, sie wüte wie sie kann, # sie greift nicht unsern Geist, noch seine Gaben an. Der führt das Glück und sie im Fall er will gefangen # und kann in Not und Streit zu seiner Ruh gelangen, # dem Wetter, wenn es stürmt, auf eine zeitlang weicht # und nachmals auf sein Ziel mit vollen Segel streicht # .... # Es ist kein Reim wofern ihn Geist und Leben schreibt, # der uns der Ewigkeit nicht einverleibt

Nirgendwo

[Alle Kommentare ausblenden] (34) hat die rhetorisch geprägte Poesie des sieb-zehnten Jahrhunderts ihr Pathos, ihre Bilder- und Prunk-rede soweit zurückgenommen wie in den Versen Simon Dachs und seiner Königsberger Garten- und Liederfreunde. Kein anderer gab dem zeittypischen Gelegenheitsgedicht soviel Menschlichkeit, Brüderlichkeit, greifbare Wirklichkeit seiner Tage mit. Keiner hob es zugleich so sicher und ein-fach über den Anlaß hinaus, knüpfte es so leicht an die europäische Renaissancetradition an. Weltliches und Geist-liches, horazisches Carpe~diem und christliches Mementomori, Heiterkeit und Melancholie, Nüchternheit und Innig-keit verbinden sich in den besten Liedern zu wundersamer, schlichter Einheit. Als Höchstes rühmen sie den freien Lebensmut. Und in wenigen ergreifenden Gedichten wird das Leidensgesicht ihres Autors in einer Schärfe kenntlich wie bei kaum einem Zeitgenossen. - Eberhard Haufe in Poesiealbum_230, Simon Dach, Auswahl Dorothea Oehme, Grafik Horst Hussel, Verlag Neues Leben, Berlin 1966

Anke van Tharvv, ist die mir gefällt

[Alle Kommentare ausblenden] (35) Johann Gottfried Herder übertrug "Anch de Tharaoh" aus dem Ostpreußischen und nahm es in seine STIMMEN DER VÖLKER IN LIEDERN auf. . . . `:-:-:-:°!° # recht als ein Palmenbaum über sich steigt je mehr in Hegel und Ragen anficht # # Was ich begehre ist lieb Dir und gut; ich laß den Rock dir, du läßt mir den Hut # dies ist uns Annchken, die süßeste Ruh, ein Leib und Seele wird aus Ich und Du #

Ihr abgenützten Saiten,

[Alle Kommentare ausblenden] (36) durch diesen Zwang der Zeiten, # ich bitt euch, haltet aus! # nun ich muß merklich alten # wollt ihr mich nicht erhalten, # wo bleibt mein armes Haus? # . # Den nAMen, den ich führe, # dies Gute, so ich spüre, # wie wenig es mag sein; # daß mich kein Krieg vertrieben, # ich nicht bin aufgerieben, # das dank ich Euch allein. # . # Drum bleibet mir gewogen. # vermählt euch mit dem Bogen, # den nehm ich in dei Hand, # und führ ihn fast geschwinde, # wiewohl ich um euch winde # ein schwarzes Trauerband. # ...




Quelle: http://www.opentheory.org/eine_ethik_ediktedit/text.phtml
(Last Software Update: 19.09.2005, 18:20)