Home   Was ist ot ?   Regeln   Mitglieder   Maintainer   Impressum   FAQ/Hilfe   Browser
 

Geschichte Freier Software
E-Mail:
Passw.:
 english italiano
Maintainer: Stefan Meretz, Version 1, 25.05.2000  Druckversion
Projekt-Typ: halboffen Tipp: Wer eingeloggt ist, kann
eigene Kommentare korrigieren.
Einloggen können sich Mitglieder
Status: Aktiv

[Alle Kommentare ausblenden] (1) Eine als Tabelle formatierte Version dieses Texte ist verfügbar unter http://www.kritische-informatik.de/fshistl.htm. Eine komprimierte Version als RTF-Text zum downloaden gibt es hier.

[Alle Kommentare ausblenden] (2) Die Geschichte Freier Software beginnt eigentlich erst 1984 mit der Gründung des GNU-Projektes. Vorher hat es keine freie Software gegeben, denn es gab auch keine unfreie Software. Es gab einfach nur Software, und die wurde kooperativ erstellt, sie war frei zugänglich, wurde ausgetauscht und diskutiert. Das änderte sich in dem Maße wie Software zur profitablen Ware wurde.

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Die folgende Zeittafel stellt nur die Highlights der Vorgeschichte und Geschichte Freier Software stichwortartig dar. Eine Erläuterung der verwendeten Abkürzungen und Begriffe findet sich im Glossar im Anschluß an die Zeittafel. Hintergründe und Konsequenzen der skizzierten Entwicklung werden in den beiden Aufsätzen »Linux - Software-Guerilla oder mehr? Die Linux-Story als Beispiel für eine gesellschaftliche Alternative« (http://www.kritische-informatik.de/linuxsw.htm) und »GNU/Linux ist nichts wert - und das ist gut so!« (http://www.kritische-informatik.de/lxwert.htm) ausführlich beschrieben.

1. Zeittafel: Geschichte Freier Software

[Alle Kommentare ausblenden] (4) Fehlende Einträge bitte per Kommentar hier ergänzen. Korrekturen bitte bei den entsprechenden Absätzen per Kommentar vornehmen.

[Alle Kommentare ausblenden] (5) 1957

  • UdSSR: »Sputnik«
  • [Alle Kommentare ausblenden] (6) 1958

  • USA: Gründung der ARPA
  • [Alle Kommentare ausblenden] (7) 1959

  • -
  • [Alle Kommentare ausblenden] (8) 1960

  • Joseph C. R. Licklider: »Man-Computer-Symbiosis«
  • [Alle Kommentare ausblenden] (9) 1961

  • Erste PDP-1 am MIT
  • [Alle Kommentare ausblenden] (10) 1962

  • Licklider: Leiter des ITPO in der ARPA
  • PDP-6: erster Timesharing-Computer
  • [Alle Kommentare ausblenden] (11) 1963

  • Die Kultur des »Hacking« entsteht
  • [Alle Kommentare ausblenden] (12) 1964

  • Erfindung von »BASIC«
  • [Alle Kommentare ausblenden] (13) 1965

  • Gründung des ARC unter Doug Engelbart: »Mäuse« und andere geniale Entwicklungen
  • [Alle Kommentare ausblenden] (14) 1966

  • Erster ARPAnet-Plan
  • [Alle Kommentare ausblenden] (15) 1967

  • PDP-10: DIE »Hackermaschine«
  • [Alle Kommentare ausblenden] (16) 1968

  • »Maus«, »Fenster« und »Textverarbeitung« werden öffentlich präsentiert
  • [Alle Kommentare ausblenden] (17) 1969

  • Ken Thompson: UNIX
  • Dennis Ritchie: »C«
  • ARPAnet mit 4 Hosts
  • Jonathan B. Postel erfindet »RFC«
  • Apollo-11 Computer-Bug
  • [Alle Kommentare ausblenden] (18) 1970

  • 1.1.1970: The Epoch - Beginn der Unix-Zeitrechnung
  • [Alle Kommentare ausblenden] (19) 1971

  • Ray Romlinson: E-Mailing im Netz
  • FTP (RFC 172)
  • ARPAnet: 23 Hosts
  • [Alle Kommentare ausblenden] (20) 1972

  • Ray Tomlinson: @-Zeichen
  • Telnet (RFC 318)
  • Computer-to-Computer-Chat
  • [Alle Kommentare ausblenden] (21) 1973

  • Bob Metcalfe entwirft Ethernet für »lokale Netze«
  • ARPAnet: 35 Hosts
  • [Alle Kommentare ausblenden] (22) 1974

  • Vint Cerf & Bob Kahn: TCP
  • Erstes BSD-UNIX für eine PDP-11 erscheint
  • [Alle Kommentare ausblenden] (23) 1975

  • Erste Mailingliste
  • Erster PC wird vermarktet
  • Richard Stallman: Emacs
  • [Alle Kommentare ausblenden] (24) 1976

  • Mike Lesk (AT&T) entwickelt UUCP
  • [Alle Kommentare ausblenden] (25) 1977

  • Festschreibung der Mail-Spezifikation (RFC 733)
  • Donald E. Knuth beginnt TeX-Projekt
  • [Alle Kommentare ausblenden] (26) 1978

  • Aufteilung von TCP in TCP und IP
  • BSD-UNIX 2.11
  • [Alle Kommentare ausblenden] (27) 1979

  • Usenet entsteht (per UUCP)
  • Eric Allman entwickelt Sendmail-Vorläufer
  • BSD-UNIX 3
  • Kevin MacKenzie: Emoticons :-)
  • Richard Bartle und Roy Trubshaw: erster MUD
  • [Alle Kommentare ausblenden] (28) 1980

  • ARPAnet »stürzt ab« durch einen versehentlich in Umlauf gebrachten Virus
  • BSD-UNIX 4
  • [Alle Kommentare ausblenden] (29) 1981

  • ARPA finanziert Integration von TCP/IP in BSD-UNIX
  • BSD-UNIX 4.1
  • [Alle Kommentare ausblenden] (30) 1982

  • AT&T verliert Anti-Trust-Verfahren: die »Baby-Bells« entstehen
  • SMTP-Spezifikation
  • [Alle Kommentare ausblenden] (31) 1983

  • AT&T vermarktet UNIX System V als closed source
  • BSD-UNIX 4.2
  • [Alle Kommentare ausblenden] (32) 1984

  • DNS wird eingeführt
  • Paul Vixie schreibt BIND
  • Sun entwickelt NFS
  • Erste registrierte Dömane: symbolics.com
  • Richard Stallman gründet das GNU-Projekt
  • [Alle Kommentare ausblenden] (33) 1985

  • GNU-Emacs
  • Gründung der Free Software Foundation (FSF)
  • [Alle Kommentare ausblenden] (34) 1986

  • Internet-Standards: Bildung der IETF
  • NNTP
  • BSD-UNIX 4.3
  • [Alle Kommentare ausblenden] (35) 1987

  • Andrew Tanenbaum: MINIX
  • Larry Wall veröffentlicht Perl 1.000
  • [Alle Kommentare ausblenden] (36) 1988

  • John Ousterhout: Tcl
  • Perl 2.000
  • Der erste »Internet-Wurm«
  • Jarkko Oikarinen: IRC
  • [Alle Kommentare ausblenden] (37) 1989

  • Perl 3.000
  • [Alle Kommentare ausblenden] (38) 1990

  • Guido van Rossum: Python
  • [Alle Kommentare ausblenden] (39) 1991

  • Linus Torvalds: Linux 0.01
  • Paul Lindner and Mark P. McCahill: Gopher
  • Tim Berners-Lee: WWW
  • Perl 4.000
  • Philip Zimmerman: PGP
  • [Alle Kommentare ausblenden] (40) 1992

  • Freies Betriebssystem: GNU-Tools + Linux-Kernel = GNU/Linux
  • LaTeX 2.09
  • Linux 0.99
  • Jean Armour Polly erfindet den Begriff "Internet-surfen"
  • [Alle Kommentare ausblenden] (41) 1993

  • NCSA: »Mosaic« - Internet-Browser
  • Andrew Tridgell: Samba
  • FreeBSD 1.0
  • [Alle Kommentare ausblenden] (42) 1994

  • Linux 1.0
  • erster Internet-Bankraub
  • NetBSD 1.0
  • LaTeX 2e
  • [Alle Kommentare ausblenden] (43) 1995

  • Linux 1.2
  • Apache 1.0
  • PHP
  • Perl 5.001
  • NetBSD 1.1
  • GIMP 0.5
  • Java
  • [Alle Kommentare ausblenden] (44) 1996

  • Linux 2.0
  • GNU/Hurd Test-Version
  • NetBSD 1.2
  • GIMP 0.6
  • FreeBSD 2.0
  • [Alle Kommentare ausblenden] (45) 1997

  • Eric S. Raymond: »The Cathedral and the Bazaar«
  • OpenBSD 2.1
  • Tcl/Tk 8.0
  • Code fork: GCC und EGCS
  • BIND 8
  • [Alle Kommentare ausblenden] (46) 1998

  • Netscape veröffentlicht Mozilla-Code
  • Spaltung: »Free Software« & »Open Source Software«
  • Beginn der Kommerzwelle: Firmen beginnen, ihre Produkte auf freie Systeme zu übertragen
  • GNOME 0.25
  • KDE 1.0
  • JPython 1.0
  • GIMP 1.0
  • »Halloween«
  • OpenBSD 2.3
  • [Alle Kommentare ausblenden] (47) 1999

  • Linux 2.2
  • GNOME 1.0
  • KDE 1.1
  • Samba 2.0
  • NetBSD 1.4
  • FreeBSD 3.4
  • »Wiedervereinigung« von GCC und EGCS zu GCC*
  • [Alle Kommentare ausblenden] (48) 2000

  • Linux 2.4
  • PHP4
  • KDE 2.0
  • FreeBSD 4.0
  • Apache 2.0
  • BIND 9
  • 2. Glossar: Abkürzungen und Begriffe

    [Alle Kommentare ausblenden] (49) Ergänzungen zum Glossar bitte hier per Kommentar eintragen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (50) Apache: von »A Patchy Server« (etwa: »ein geflickter Server«); bekanntester freier Web-Server.

    [Alle Kommentare ausblenden] (51) Applikation: Anwendungs-Programm (z.B. Web-Browser).

    [Alle Kommentare ausblenden] (52) ARC: Augmentation Research Center am Stanford Research Institute; unter Doug Engelbart in den 60ern viele, erst wesentlich später realisierte Erfindungen und Konzepte: E-Mailing, Mailinglisten, Textverarbeitung, Maus als Eingabegerät, Fenstertechnik, vernetzte Hypertexte.

    [Alle Kommentare ausblenden] (53) ARPA: Advanced Research Projects Agency; Koordinierungstelle zur Forschungsförderung beim DoD (Department of Defense) der USA.

    [Alle Kommentare ausblenden] (54) ARPAnet: Vorläufer des Internets, gefördert durch die ARPA, realisiert durch die Firma Bolt Beranek and Newman (BNN) in Kooperation mit Universitäten.

    [Alle Kommentare ausblenden] (55) BASIC: Beginner's All-purpose Symbolic Instruction Code; einfache Programmiersprache.

    [Alle Kommentare ausblenden] (56) Beta-Version: im Teststadium befindliche Software, die noch instabil sein kann.

    [Alle Kommentare ausblenden] (57) Binär-Code: maschinenausführbares Programm, für Menschen nicht »lesbar«.

    [Alle Kommentare ausblenden] (58) BIND: Berkeley Internet Name Daemon; Service, mit dem Namen des DNS in IP-Adressen (und vice versa) umgesetzt werden.

    [Alle Kommentare ausblenden] (59) BSD: Berkeley Software Distribution. UNIX-Paket der Universität von Berkeley. Zunächst kommerziell vertrieben, später Aufspaltung in mehrere freie Varianten (FreeBSD, NetBSD, OpenBSD) unter einer eigenen Lizenz, die die Reprivatisierung erlaubt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (60) Bug: wörtlich »Wanze«; Fehler im Computer-Programm.

    [Alle Kommentare ausblenden] (61) C: Programmiersprache, die zusammen mit UNIX entwickelt wurde.

    [Alle Kommentare ausblenden] (62) Client: Rechner, der bereitgestellte Dienste eines Servers nutzt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (63) Code fork: Aufspaltung des Programm-Codes in zwei verschiedene Entwicklungsrichtungen aufgrund der Spaltung des Projekts. Code fork passieren selten, ein Beispiel ist die zeitweise Trennung der C-Compilerentwicklung in GCC und EGCS.

    [Alle Kommentare ausblenden] (64) Compiler: Übersetzer; ein Programm, das den Quell-Text eines Programms in Binär-Code überführt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (65) Copyleft: Bezeichnung der Lizensierungsform der GNU GPL, die die klassischen Ziele des Copyright umkehrt, denn statt des Ausschlusses von Nutzern juristisch abzusichern wird das Ausschliessen rechtlich ausgeschlossen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (66) Daemon: Hintergrundprozess, der auf einem Server läuft, und Dienste permanent zur Verfügung stellt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (67) DNS: Domain Name System, Definition eines hierarchischen Namenssystems für Internet-Domänen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (68) Domäne/Domain: Bereich im hierarchischen DNS.

    [Alle Kommentare ausblenden] (69) Editor: Programm zur Erfassung und Speicherung von Texten, z.B. von Programm-Code.

    [Alle Kommentare ausblenden] (70) EGCS: Experimental GCC Compiler Suite; Abspaltung von der GCC-Entwicklung.

    [Alle Kommentare ausblenden] (71) Emacs: Universal-Editor, der mit extrem vielen Zusatzfunktionen ausgestattet werden kann. Kommt ursprünglich aus der UNIX-Welt, ist inzwischen aber für die meisten Betriebssysteme verfügbar.

    [Alle Kommentare ausblenden] (72) E-Mail: Electronic Mail; elektronische Post im Internet.

    [Alle Kommentare ausblenden] (73) Emoticons: Ausdruck von Gefühlen mit Hilfe von Kürzeln und "Smileys" :-)

    [Alle Kommentare ausblenden] (74) Ethernet: Transport-Protokoll für LANs (Local Area Networks).

    [Alle Kommentare ausblenden] (75) FreeBSD: freies BSD-Unix.

    [Alle Kommentare ausblenden] (76) FSF: Free Software Foundation; 1985 von Richard Stallman u.a. gegründete Organisation zur Unterstützung der GNU-Projekte zur Entwicklung freier Software.

    [Alle Kommentare ausblenden] (77) FTP: File Transfer Protokoll; ermöglicht das Kopieren von Dateien im Internet.

    [Alle Kommentare ausblenden] (78) GCC: GNU C-Compiler; bekanntester freier C-Compiler. Nach der »Wiedervereinigung« mit EGCS bedeutet GCC nun GNU Compiler Collection.

    [Alle Kommentare ausblenden] (79) GIMP: GNU Image Manipulation Program; universelles Bildverarbeitungsprogramm mit Plug-In-Konzept.

    [Alle Kommentare ausblenden] (80) GNOME: GNU's Network Object Model Environment; neben KDE die zweite freie, grafische Benutzeroberfläche für Unix-Systeme.

    [Alle Kommentare ausblenden] (81) GNU: Rekursive Bezeichnung für GNU Is Not Unix; Projekt der FSF zur Schaffung eines freien Betriebssystems. Die GNU-Tools sind Teil des freien Betriebssystems GNU/Linux.

    [Alle Kommentare ausblenden] (82) GNU GPL: GNU General Public License, kurz GPL; die bekannteste und weitestgehende freie Softwarelizenz. Die GPL erlaubt die Nutzung, Veränderung und Verbreitung der Software und verbietet den Ausschluß von der Nutzung z.B. durch Reprivatisierung von ihr abgeleiteter Software.

    [Alle Kommentare ausblenden] (83) Gopher: Protokoll für den Zugriff auf verteilte hierarchische Datei-Systeme im Internet, entwickelt an der Universität von Minnesota. Gopher wurde in der Bedeutung durch HTTP und das darauf basierende grafische WWW abgelöst.

    [Alle Kommentare ausblenden] (84) Hacking: bezeichnet eine spezifische Programmierkultur, die mit dem Aufkommen der Time-sharing Computer entstand und die sich durch offene und verteilte Kooperation der Hacker auszeichnet. Heute wird in der medialen Öffentlichkeit der Begriff des Hackens mit elektronischem Vandalismus identifiziert. Hacker selbst bezeichnen diese Form als "cracken": "hackers build things, crackers break them." Vgl. Raymond, E.S. (1999).

    [Alle Kommentare ausblenden] (85) Halloween: Feiertag in den USA; der Tag gab den Dokumenten der Fa. Microsoft, in denen sie Bedeutung freier Software untersucht, ihren Namen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (86) Host: zentraler Computer, an dem über viele Terminals parallel gearbeitet werden kann. Hier: Computer, der über eine IP-Adresse identifizierbar ist.

    [Alle Kommentare ausblenden] (87) HTTP: Hypertext Transfer Protocol; Protokoll zur Übertragung von Internet-Dokumenten (Web-Seiten). Hurd: Name des GNU-Kernels, der bisher nur als Beta-Version freigegeben wurde.

    [Alle Kommentare ausblenden] (88) IETF: Internet Engineering Task Force; informelle Organisation zur Festlegung von Internet-Standards. Wichtigste Dokumente sind die RFCs. IETF-Motto: »Rough consensus and running code«

    [Alle Kommentare ausblenden] (89) IMAP: Internet Message Access Protocol; Protokoll, das die Verwaltung von E-Mails auf einem Server erlaubt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (90) Internet-Wurm: Ein sich selbst vervielfältigendes Programm, das sich im Internet ausbreitet kann und ggf. auf den befallenen Rechnern Schaden anrichtet. Ein aktuelles Beispiel ist der »I-LOVE-YOU«-Wurm.

    [Alle Kommentare ausblenden] (91) Interpreter: Programm, das ein in einer Skript-Programmiersprache geschriebenes Programm in Binär-Code übersetzt und unmittelbar ausführt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (92) IP: Internet Protocol; bildet zusammen mit TCP das Basis-Protokoll der Internet-Kommunikation. Mit dem IP ist es möglich, verschiedene Netzarten zu integrieren.

    [Alle Kommentare ausblenden] (93) IP-Adresse: Eindeutige numerische Bezeichung eines Gerätes (Computers) im Internet aus derzeit 4 Bytes (Beispiel: 192.168.1.1).

    [Alle Kommentare ausblenden] (94) IRC: Internet Relay Chat; Internet Chat System, Online-Diskussionsforen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (95) ITPO: Information Processing Techniques Office der ARPA; vormals Behavior Sciences Office, ab 1962 geleitet vom Psychologen J. C. R. Licklider, der seine im Manifest »Man-Computer-Symbiosis« formulierten Ziele zur Nutzung von Computern für die Zusammenarbeit der Forschenden umsetzte. Unterstützte zunehmend Universitätsprojekte, so auch die Time-sharing Mini-Computer-Projekte des MIT.

    [Alle Kommentare ausblenden] (96) Java: C-ähnliche Programmiersprache für Internet-Applikationen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (97) JPython: auf Java basierendes Python.

    [Alle Kommentare ausblenden] (98) KDE: K Desktop Environment; freie, grafische Benutzungsoberfläche (Desktop-System) für Unix-Systeme.

    [Alle Kommentare ausblenden] (99) Kernel: Zentrale Komponente im modularen Unix-Betriebssystem, das den Speicher verwaltet, die Prozesse organisiert und elementare Operationen zur Verfügung stellt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (100) LaTeX: siehe TeX.

    [Alle Kommentare ausblenden] (101) Linux: freier Unix-Kernel, benannt nach Linus Torvalds, der 1991 auf Basis eines Minix-System die Entwicklung begann.

    [Alle Kommentare ausblenden] (102) LGPL: GNU Lesser General Public License; enthält die gleichen Bestimmungen wie die GPL, beinhaltet jedoch die Erlaubnis, Programme und -Bibliotheken mit proprietärer Software zu nutzen.

    [Alle Kommentare ausblenden] (103) Mailingliste: E-Mail-Kommunikation einer Gruppe; E-Mails an die Liste werden automatisch an alle Mitglieder der Gruppe verteilt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (104) MINIX: Mini-Unix; entwickelt von Andrew Tanenbaum zu Lehrzwecken, nach dem der Sourcecode des System-V-Unix von AT&T auch in Lehrveranstaltungen nicht mehr verwendet werden durfte. Minix wurde erst 2000 unter eine freie Lizenz gestellt (BSD).

    [Alle Kommentare ausblenden] (105) MIT: Massachusetts Institute of Technology (USA).

    [Alle Kommentare ausblenden] (106) Mozilla: Name des Netscape-Internet-Browsers.

    [Alle Kommentare ausblenden] (107) MPL: Mozilla Public Licence; Teile des im April 1998 freigegebenen Netscape Communicator (Mozilla) unterliegen dieser Lizenz. Im Gegensatz zur NPL enthält sie aber keine Sonderrechte für Netscape.

    [Alle Kommentare ausblenden] (108) MTA: Message Transport Agent; Programm, das für die Transport von E-Mail im Internet sorgt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (109) MUD: Multi-User-Dungeons; Rollenspiel im Netz.

    [Alle Kommentare ausblenden] (110) NCSA: National Center for Supercomputing Applications (USA).

    [Alle Kommentare ausblenden] (111) NetBSD: freies BSD-Unix mit dem Fokus auf »Portabilität«.

    [Alle Kommentare ausblenden] (112) NFS: Network File System; Netzwerk-Dateisystem.

    [Alle Kommentare ausblenden] (113) NNTP: Network News Transfer Protocol; Protokoll, speziell entwickelt für die Beschleunigung des Newsgroup-Datentransfers im Usenet.

    [Alle Kommentare ausblenden] (114) NPL: Netscape Public Licence; Teile des im April 1998 freigegebenen Netscape Communicator (Mozilla) unterliegen dieser Lizenz. Netscape sichert sich mit dieser Lizenz die Möglichkeit der Reprivatisierung.

    [Alle Kommentare ausblenden] (115) OpenBSD: freies BSD-Unix mit dem Fokus auf »Sicherheit«

    [Alle Kommentare ausblenden] (116) Open Source: Von der Open Source Initiative (OSI) eingeführter Marketingbegriff für Freie Software.

    [Alle Kommentare ausblenden] (117) OSI: Open Source Initiative; 1997 von Eric Raymond und Bruce Perens gegründet. Bruce Perens hat sich inzwischen von der OSI wegen zu starker kommerzieller Ausrichtung wieder getrennt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (118) Patch: Computercode, mit dem ein Fehler in einem Programm beseitigt (»geflickt«) wird.

    [Alle Kommentare ausblenden] (119) PC: Personal Computer; der "eigene Computer auf dem Schreibtisch" - im Unterschied zum Time-sharing Computer der Frühzeit, an dem viele Menschen gleichzeitig über Terminals arbeiten. Heute kann der PC auch ein Time-sharing-Computer sein (z.B. mit Linux).

    [Alle Kommentare ausblenden] (120) PDP: Computerserie der Digital Equipment Corporation (DEC), Hersteller der ersten Time-sharing Mini-Computer (PDP-6).

    [Alle Kommentare ausblenden] (121) Perl: Practical Extraction and Report Language; universelle Skript-Programmiersprache.

    [Alle Kommentare ausblenden] (122) PGP: Pretty Good Privacy; Programm zur Verschlüsselung von Daten.

    [Alle Kommentare ausblenden] (123) PHP: Rekursive Abkürzung für PHP Hypertext Preprocessor; eine in HTML eingebettete Programmiersprache zur dynamischen Generierung von Web-Seiten mit zahlreichen Schnittstellen zu Datenbanken.

    [Alle Kommentare ausblenden] (124) Plug-In: »Einstöpseln« einer Software-Komponente, die einer vorhandenen Applikation neue Funktionen hinzufügt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (125) POP3: Post Office Protocol; Protokoll, das die Auslieferung von E-Mails festlegt. Die E-Mails werden dabei auf den Client-Rechner transferiert.

    [Alle Kommentare ausblenden] (126) Portieren: Software auf ein technisch anderes Computer-System übertragen (entweder Anpassung von System-Software auf eine andere Hardware oder von Applikationen auf eine andere Betriebssystem-Software).

    [Alle Kommentare ausblenden] (127) Protokoll: Vereinbarung über Syntax und Semantik der elektronischen Kommunikation.

    [Alle Kommentare ausblenden] (128) Python: Programmiersprache, benannt nach Monty Python (engl. Komiker).

    [Alle Kommentare ausblenden] (129) Quell-Code, Quell-Text: Text eines in einer höheren Programmiersprache geschriebenen Programms.

    [Alle Kommentare ausblenden] (130) RFCs: Request for Comments; Dokumente zur Festschreibung offener Internet-Standards, die in der Regel bei Treffen der IETF diskutiert und konsensuell festgelegt werden.

    [Alle Kommentare ausblenden] (131) Samba: Unix-Service, der Windows-NT-Dienste bereitstellt, so dass sich der Unix-Server für Windows-Clients wie ein Windows-NT verhält.

    [Alle Kommentare ausblenden] (132) Sendmail: bekanntester freier MTA.

    [Alle Kommentare ausblenden] (133) Server: Rechner, der Services bereitstellt, die von Clients genutzt werden.

    [Alle Kommentare ausblenden] (134) Skript-Programmiersprache: Programmiersprache, die von einem Interpreter ausgeführt wird.

    [Alle Kommentare ausblenden] (135) SMTP: Simple Mail Transfer Protocol; Protokoll, das die Versendung von E-Mails definiert.

    [Alle Kommentare ausblenden] (136) Source-Code: Quell-Code, Quell-Text.

    [Alle Kommentare ausblenden] (137) Tcl/Tk: Tool Command Language/Tool Kit; freie Skript-Programmiersprache zur Anwendungsentwicklung.

    [Alle Kommentare ausblenden] (138) TCP: Transmission Control Protocol; bildet zusammen mit IP das Basis-Protokoll der Internet-Kommunikation.

    [Alle Kommentare ausblenden] (139) Telnet: Protokoll, das das Fernsteuern eines Rechners im Internet ermöglicht.

    [Alle Kommentare ausblenden] (140) TeX: Schriftsatz-System für Computer.

    [Alle Kommentare ausblenden] (141) UNIX: Multitasking und Multiuser-Betriebssystem. Der Name stammt indirekt vom Vorläufersystem MULTICS (Multiplexed Information and Computing Service) ab, von dem es sich durch »Einfachheit« unterscheiden sollte, daher UNICS (Uniplexed Information and Computing Service), woraus schließlich UNIX wurde.

    [Alle Kommentare ausblenden] (142) Usenet: Unix-User-Network; Netzwerk von Diskussionsforen, den Newsgroups. Ursprünglich auf Basis von UUCP betrieben, wurde es 1996 auf NNTP umgestellt.

    [Alle Kommentare ausblenden] (143) UUCP: Unix-to-Unix-Copy Protocol; regelt den Dateitransfer zwischen Unix-Computersystemen, wird für Internetdienste wie Mailing, Dateitransfer, Fernsteuerung und Diskussionsforen verwendet, jedoch mit stark abnehmender Bedeutung, da für die jeweiligen Dienste spezielle und effektivere Protokolle entwickelt wurden.

    [Alle Kommentare ausblenden] (144) WWW: World Wide Web; auf HTTP basierendes weltweites vernetztes Hypertext-System.




    Quelle: http://www.opentheory.org/fs-history/text.phtml
    (Last Software Update: 06.01.2002, 21:20)