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Postzionismus
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Maintainer: Jörg Schneider, Version 1, 15.04.2003  Druckversion
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Allgemein

[Alle Kommentare ausblenden] (1) Phänomene tauchen in der Geschichte auf.Man muss diese In ihrem jeweiligen Kontext erkennen,einordnen und verstehen.Dies kann als Problem bezeichnet werden.Dieses Problem muss abgearbeitet werden.(in der Theorie wie in der Praxis).

Gegnerschaft zum Zionismus

[Alle Kommentare ausblenden] (2) Die Mehrheit der Juden wie der Linken war bis zur Gründung des Staates Israel gegen den Zionismus.Dies gilt für die orthopraxen,die liberalen und auch die jüdische wie nichtjüdische Linke.Die meisten Strömungen gingen damals von einer Assimilation aus.

Zionismus

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Der Zionismus unterteilt sich in einen rechts-und einen linkszionistischen Flügel.

Gründung des Staates Israel

[Alle Kommentare ausblenden] (4) Mit der Gründung des Staates Israel änderte sich dies grundlegend.Die meisten Juden und Linke schwenkten auf einen Pro-Israel Kurs.(Die Sowjetunion war damals führend in der Anerkennung).Mit der israelischen Staatsgründung kam es zu einer "Volkswerdung" der Juden.Die Palästinenser wurden vertrieben.

Veränderungen

[Alle Kommentare ausblenden] (5) Bedingt vor allem duch innenpolitische Gründe kam es zu einem Richtungswechsel der Sowjektunion.Die nach Moskau orientierten kommunistischen Parteien machten diesen Wechsel mit.Der übrige Teil der Linken blieb proisraelisch.

68 und die Folgen

[Alle Kommentare ausblenden] (6) In den 70er Jahren schwenkte die Linke fasst vollständig auf einen israelfeindlichen Kurs um.Es war also üblich als Linker gegen Israel bzw.die israelische Politik zu sein.

Im Laufe der 80er

[Alle Kommentare ausblenden] (7) Im Laufe der 80er Jahre kam es, vor allem auf den deutschsprachigen Raum begrenzt, zu einer Teilung der Linken.Ein Teil blieb antizionistisch, ein anderer wurde prozionistisch.

Grotesken

[Alle Kommentare ausblenden] (8) Dieser Streit um das (richtige) Hegeobjekt,wurde und wird nun bis ins Lächerliche hinein weitergeführt.Wobei es dabei in allen Parteiungen alle Ausrichtungen gibt.Von unversöhnlich-extrem bis zu einer "Anerkennung" der jeweiligen Staatlichkeit.

Politik

[Alle Kommentare ausblenden] (9) Dieser Streit,diese Zerstrittenheit in Bezug auf das jeweilige Hegeobjekt und wie damit umzugehen ist,ist von links bis rechts zu beobachten durchzieht die gesammte Politik.Einher geht das mit einer exotischen "Bündnispolitik".

Krisenentwicklung

[Alle Kommentare ausblenden] (10) In Israel wie bei den Palästinensern kam es zu einem Erstarken fundamentalistisch-religiöser und extremnationalistischer Kräfte.Dies ging einher mit einer Transnationalisierung und Globalisierung des Kapitals Wenn man dabei die Situation weltweit und auch im Nahen Osten betrachtet,hat sich die finanzielle Situation der Staaten massiv verschlechtert.So hatte 2002 Israel,Jordanien und auch die Türkei Probleme neue Kredite zu bekommen.Die Palästinenser gingen bankrott.

Krisenszenario

[Alle Kommentare ausblenden] (11) Israel wird,bei Beibbehaltung seiner engen Bündnisbeziehungen zur USA,als letzer Staat im Nahen Osten zusammebrechen.Das ist heute schon absehbar!Es müssten also alle Strömungen ein Interesse daran haben aus dem Kapitalismus rauszukommen.Staatlichkeit wird aufgehoben,nicht abgeschafft.Israel kann nicht als letzter Staat abgeschafft werden.Entweder es gelingt ein Einstieg in die Aufhebung,oder es ist schlimmes zu befürchten.(Von Israel ausgehend wie auch von der arabischen Welt).

Ansätze

[Alle Kommentare ausblenden] (12) Förderung von Deeskalation.Versuch eine poststaatliche Perspektive zu formulieren.(Für die Welt aber eben im Speziellen auch für den Nahen Osten).Dies kann nicht dadurch gehen das eine Seite "Gewinner" ist! Israel muss seine Truppen zurückziehen und die Palästinenser die Selbstmordattentate stoppen. (Die Vertreibungen,die mit der Staatsgründung verbunden waren sollen akzeptiert werden.Mit Entschädigung!) Umgang mit Sprachgrenzen wie in der Schweiz. Aufbau von postnationalen Kibbutz-Strukturen. Die Maschine soll aufgebaut werden.(Siehe Phase4).

[Alle Kommentare ausblenden] (13) Es ist weiter darauf hinzuweisen ,das Israel/Palästina nur ein Teilproblem ist,in der Welt des Verfalls,und es vollkommen unverständlich und unvernünftig ist ,derart isoliert in der Linken das Welttgeschehen wahrzunehmen.




Quelle: http://www.opentheory.org/postzionismus/text.phtml
(Last Software Update: 15.04.2003, 14:02)