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Die Menschenrechte werden den psychisch Kranken vorenthalten
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Maintainer: Johannes Fangmeyer, Version 1, 25.04.2005  Druckversion
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Einleitung

[Alle Kommentare ausblenden] (1) Mit der Einteilung in geistig gesunde und psychisch Kranke läßt sich eine Gesellschaft viel besser kontrollieren, als durch Gesetze, Religion und Polizei. Denn durch die Entrechtung der Kranken durch Zwangsbehandlung und Diagnose werden sich viele Menschen von den Kranken abwenden und diese auszugrenzen versuchen, um nicht in den Verdacht zu kommen, vielleicht auch verrückt zu sein. Die Diagnose "Schizophrenie" stigmatisiert viel mehr, als würde man nur behandeln. Die Psychiater verwenden auch viel mehr Zeit darauf, eine Diagnose festzulegen, als sich mit den Patienten zu beschäftigen.

Vorenthaltung von fundamentalen Menschenrechten

[Alle Kommentare ausblenden] (2) Nach dem Grundgesetz hat jeder Bürger das Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit. Doch bei der Einweisung in die Psychiatrie gelten diese Rechte nicht mehr. Psychisch Kranke haben nicht wie körperlich Kranke das Recht, die Behandlung zu verweigern. Wenn sie das tun, werden sie Zwangsbehandelt, das heißt, fixiert, in Isolierzimmer gesperrt, zwangsweise mit Medikamenten abgespritzt und Zwangsdiagnostiziert. Sogar Elektroschockbehandlung ist möglich. Das alles wird als Behandlung bezeichnet und nur zum Schutz oder zum Guten für den Patienten gemacht.

Alternativen

[Alle Kommentare ausblenden] (3) Es gibt zwar Alternativen, aber sie werden noch wenig angewandt. Es gibt die Soteria und Weglaufhäuser. Aber bisher nur wenige. Es ist schwierig, die Psychiater von ihrer biologischen Ideologie wegzubekommen. Auch benutzerkontrollierte Einrichtungen wie das Weglaughaus in Berlin oder die Offene Herberge in Stuttgart sind möglich. Wir wollen die gefährlichen Medikamente nicht

Die Gene sind es nicht

[Alle Kommentare ausblenden] (4) Immer wieder wurde behauptet, es gäbe ein Schizophrenie-Gen. Doch immer wieder erwiesen sich die Forschungen als falsch. Jetzt wird nach mehreren Genen geforscht, die zusammenspielen sollen. Die Bundesregierung gibt Millionen für diese Forschung aus. Für Forschung über Selbsthilfe oder Betroffenenkontrollierte Forschung hat sie angeblich kein Geld. Die Gen-Hypothesen berufen sich auf Zwillingsforschungen, die vor allem von Nazi-Ideologen oder zur Nazi-Zeit gemacht wurden. Diese haben aber methodische Fehler. Es kann nicht ausgeschlossen werden, das die Zwillinge die krankheit "Erlernt" haben. Auch die Adoptionsstudien sind manipuliert worden. Selbst nach Aussage dieser Studien gibt es immer noch 50% Umwelteinflüsse. Aber die Genetiker wollen das nicht sehen. Sie wollen Tests machen, die diese Schizophrenie-Gene schon im Mutterleib erkennen können und diese Embryos dann am liebsten abtreiben, um Kosten zu sparen. In einem US-Bundesstaat gibt es schon ein Gesetz, dass solche Test bei Babies erlaubt und die gefundenen Kranken Babies dann vorbeugend mit Psychopharmaka behandeln will

Links

[Alle Kommentare ausblenden] (5) www.irrenoffensive.de, www.weglaufhaus.de, www.die-bpe.de, www.psychiatrie-erfahrene.de

Literatur

[Alle Kommentare ausblenden] (6) Gert Postel, Doktorspiele, FRankfurt, Eichborn 2001 Kerstin Kempker, Peter Lehmann: Statt Psychiatrie, Berlin, Peter Lehmann Antipsychiatrie-Verlag, 1993 "Teure Verständnislosigkeit" - Kerstin Kempker, Berlin 1991 "On Our Own", Judi Chamberlin, 1981 "Das Weglaufhaus. Zufluchtsort für Psychiatrie-Betroffene, Erfahrungen, Konzeptionen, Probleme" von Uta Wehde, Antipsychiatrieverlag Berlin 1991 "Der chemische Knebel. Warum Psychiater Neuroleptika verabreichen" - mit Tips zum Absetzen - von Peter Lehmann, Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag Berlin 1993




Quelle: http://www.opentheory.org/psychiatriekritik/text.phtml
(Last Software Update: 25.04.2005, 00:54)