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Browser Willensfreiheit - was ist eine emazipative Position |
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| Maintainer: Heiner Koch, Version 1, 11.04.2008 |
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| Projekt-Typ: halboffen |
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| Status: Aktiv |
(1) Gundsätzlich bestehen zwei mögliche Positionierungen zu dem Thema Willensfeiheit:
(i) es wird eine inhaltliche Positionierung zur Willensfeiheit selbst vorgenommen (gibt es Willensfeiheit, Kompatibilismus ja/nein etc.)
(ii) es wird untersucht welche gesellschaftliche Rolle Willensfreiheit spielt, die Positionierungen zur Willensfreiheit werden als gegeben angenommen.
(1.1) Re: Die möglichen Positionen, 11.04.2008, 23:43, Heiner Koch: zu (ii) kann schon angemerkt werden, dass im Zuge von Rechtsprechung Willensfreiheit als normative Ansprechbarkeit verstanden wird, also als Möglichkeit der Bevölkerungskontrolle. Willensfreiheit wird damit ein Element von Herrschaftsverhältnissen. Versagt die Kontrolle von Menschen über Rechtsnormen wird (außer bei Überzeugungstätern wie politischen Straftätern) Willensfreiheit abgesprochen und der Mensch direkt verwaltet (z.B. Psychatrie).
(1.2) Re: Die möglichen Positionen, 16.04.2008, 00:55, Heiner Koch: zu (i) wäre als grundlegende Position wohl anzumerken, dass Willen, ob nun determiniert oder nicht, nicht alleine aufgrund genetischer Dispositionen zustande kommt, sondern durch soziale Einflussfaktoren mitbestimmt wird. Dies widerspräche einer liberalen Traditionslinie, die den Menschen und seinen Willen als Voraussetzungslos begreift. Problematisch hier: wer gegen liberale Willensfreiheitsvorstellungen argumentiert, öffnet Türen für einen Diskurs, der Menschen nicht mehr als Willensfreie kontrollieren möchte, sondern als nicht-Willensfreie nur noch verwalten möchte (Psychatrie u.Ä.).