Offene Theorie - open theory, kurz <b><i>ot</i></b>, ist der Versuch, das
Modell freier Softwareentwicklung auf die Entwicklung von Theorie zu
bertragen. Uns interessiert in diesem Zusammenhang die Art und Weise der
Entwicklung von freier Software (mehr zum <a
href="/proj/vorbild/v0001.phtml">Vorbild</a>). Wir wollen ihre Methode fr
die Entwicklung von Theorien fr ein freies Leben nutzen. Dabei geht es uns
um: <ul><li>die Freiheit von Unterdrckung und Bevormundung <li>die
Freiheit vom Zwang zur Lohnarbeit <li>die Freiheit von Warenmll und
Kommerzwahnsinn <li>die Freiheit von der Unfreiheit des Lebens</ul>

Wie diese Ziele und andere mehr zu erreichen sind, liegt nicht auf der
Hand. Es reicht eben nicht aus, zu sagen, da der Kapitalismus weg soll. Da
mu Mensch schon mal ein bichen nachdenken. Das ist dann Theorie. Und
diese Theorie wollen wir hier entwickeln. Nicht mehr und nicht weniger,
nicht alleine, sondern zusammen.

Theorien der Freiheit knnen nur im freien Diskurs entwickelt werden. Genau
dafr bieten <b><i>ot</b></i>-Projekte einen Rahmen. Die Struktur der
Projekte bremst die Herausbildung von Eliten. Was zhlt, ist die Qualitt
der Inhalte: Was gut ist, zieht Menschen an, die mitdiskutieren; was
schlecht ist, versandet.

Weg und Ziel mssen zusammenpassen. Theorie kann daher nicht im
Hinterzimmer ausgeheckt werden mit der man dann die Welt beglckt, sondern
sie mu sich selbstorganisiert und offen entfalten. Ausgangspunkt ist das
Individuum, bist Du, bin ich. Was ich fr sinnvoll halte, schreibe ich auf.
Finden das andere auch, steigen sie ein, denken mit. Was funktioniert, das
funktioniert, was Sinn macht, macht Sinn. Selbstorganisiert. Quatsch und
Unsinn fllt auf und dann raus. Grundlage ist Vertrauen und Qualitt.

Open theory ist ein Versuch. Freie Software wird durch viele
Entwickler/innen besser. Mehr Augen sehen mehr, vor allem mehr Fehler. Das
sollte bei Brainware, bei Theorien, bei Gedankenformen auch klappen. Es ist
zumindest einen ausdauernden Versuch wert.

Das Entwicklungsmodell freier Software

Das Prinzip freier Softwareentwicklung ist: Wer Lust hat, der macht, und
was funktioniert, das funktioniert. Wer ein Programm sucht, aber keins
finden kann oder die kommerziellen Programme Mist findet, weil er/sie sie
nicht erweitern kann - der schreibt halt selbst eins. Und wenn sich dann
noch Mitstreiter/innen finden, dann erscheint vielleicht bald ein neuer
Stern am Software-Himmel! Gute Projekte, gute Software, finden ihre
Entwickler/innen von selbst: was funktioniert, das funktioniert - und macht
Spa! <p> In einem freien Softwareprojekt gibt es Maintainer und
Projektmitglieder. Maintainer knnen mehrere sein, Projektmitglieder
hoffentlich auch. Alles ist freiwillig, Mastab ist die eigene Entfaltung,
der Spa, das Vorankommen, das Lernen. <p> Mehr zum <a
href="/proj/vorbild">Vorbild...</a>

Die Regeln

Jede/r, der/die will grndet ein offenes Theorieprojekt - er/sie wird damit
zum Maintainer des Projekt. Das Projekt beginnt mit einem Text, der aus
nicht zu groen Abstzen bestehen sollte. Wer in einem Projekt
mitdiskutieren will, trgt sich fr das gewnschte Projekt ein. Er/sie wird
dadurch zu einem Projektmitglied. <p> Mehr zu den <a
href="/proj/regeln">Regeln...</a>
